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21.12.2017

Jahreswechsel Verbesserungen für Arbeitnehmer, Rentner und Menschen mit Behinderung

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So gilt ab Januar 2018 der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in allen Branchen. Nun erhalten auch die Zeitungszusteller, nachdem eine Übergangsregelung ausläuft, den aktuellen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde. Gleichzeitig steigt der Mindestlohn für das pädagogische Personal in der beruflichen Weiterbildung um 4,5 Prozent auf einen Stundenlohn von mindestens 15,26 Euro. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich hierauf nach sieben Monaten harter Verhandlungen geeinigt.

Ab 2018 greift ebenso die zweite Stufe des Bundesteilhabegesetzes: Mit dem dabei vorgesehenen ‚Budget für Arbeit‘ wird Menschen mit Behinderungen in einer Werkstatt der Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtert, weil unter anderem die erforderlichen Assistenzleistungen finanziert werden. Die neue Leistung eröffne damit eine Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, so Schmid.

Zu guter Letzt steigt die Grundzulage der Riester-Förderung von 154 Euro auf 175 Euro jährlich an. Bei Auszahlung von Kleinbetrags-Riesterrenten in einer Summe ist künftig eine günstigere Versteuerung möglich. Der Steuerpflichtige kann nun bestimmen, dass die Einmalzahlung um ein Jahr verschoben wird. Da er dann in der Regel Rentner ist, profitiert er von einem niedrigeren Steuersatz. Zudem stellt ab 2018 ein Freibetrag bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung für Einkünfte aus Riester- und Betriebsrenten sicher, dass die ersten 100 Euro komplett und bis zur Hälfte des Regelsatzes für einen alleinstehenden Erwachsenen 30 Prozent anrechnungsfrei bleiben.

„Das sind viele kleine Maßnahmen, die für die betreffenden Personen allerdings eine spürbare Verbesserung darstellen und für den Einzelnen große Wirkung entfalten“, unterstrich Nils Schmid.