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Pressemitteilung,
17.11.2018

Katastrophenschutz 2,4 Millionen Euro für THW "UN Training Support Center"

Foto: Jan Münster

Der Haushaltsausschuss hat die Etablierung eines UN Training Support Centers beim THW-Ausbildungszentrum Neuhausen a.d.F. beschlossen und dafür 2,4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurden in der Bereinigungssitzung des Haushaltsauschusses auf SPD-Initiative hin 2.000 neue und dauerhafte Plätze für Leute bewilligt, die den Bundesfreiwilligendienst beim THW leisten wollen. Dafür werden 299 neue Stellen geschaffen, außerdem weitere 135 hauptamtliche Stellen. Daneben wurden 3 Mio. Euro für eine Kampagne zur Nachwuchsförderung, viel Geld für ein Bauprogramm und zur Anschaffung von Generatoren in den Ortsverbänden eingestellt.

Dr. Nils Schmid, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag und Nürtinger Wahlkreisabgeordneter: „Als humanitärer Botschafter kommt das THW der gemeinsamen globalen Verantwortung nach, Menschen in Not zu helfen. Ich freue mich, dass Neuhausen als Zentrum dieses herausragenden Engagements mit dem UN Training Support Center gefestigt und deutlich gestärkt wird, und auch von den zusätzlichen Mitteln für das THW insgesamt profitiert“.

„Nicht nur in Deutschland sind die haupt- und ehrenamtlich im THW engagierten Menschen gefragte, hoch kompetente und geschätzte Ansprechpartner im Zivil- und Katastrophenschutz. Mit den zusätzlichen Mitteln ermöglichen wir, dass ähnliche Einheiten wie das THW auch in anderen Ländern ausgebildet werden können und verbessern Ausstattung und Nachwuchsförderung beim THW“, so der Biberacher Bundestagsabgeordnete und zuständige SPD-Haushaltspolitiker, Martin Gerster.

Gerster und Schmid hatten die THW-Bundesschule in Neuhausen sowie den Ortsverband Kirchheim/Teck samt Jugendgruppe erst im Juli besucht und sich selbst von der hohen Qualität der Arbeit überzeugen können.

Zum Hintergrund:

Neben seinem herausragenden Einsatz im Zivil- und Katastrophenschutz im In- und Ausland – derzeit z.B. in Tunesien, Jordanien, der Region Kurdistan-Irak oder in Indonesien – führt das THW auch seit vielen Jahren Lehrgänge und Übungen mit humanitären UN-Partnerorganisationen durch. Das THW ist insbesondere ein starker Trainingspartner des Welternährungsprogramms (WFP) und des Flüchtlingskommissariats (UNHCR). Seit 2004 führt das THW-Ausbildungszentrum außerdem Lehrgänge im Auftrag der EU-Kommission durch.

Das Training Support Center soll durch das THW administriert werden, dabei jedoch auch anderen deutschen Bundesbehörden offenstehen, um Trainings mit UN-Partnern durchzuführen.

Im Jahr 2016 nahmen etwa 150 Mitarbeiter/-innen der UN und deren Stand-by Partner an sieben UN-Trainings am THW-Ausbildungszentrum Neuhausen teil. Das THW verzeichnete in 2017 einen sprunghaften Anstieg bei Trainingsanfragen der UN-Partner. Von den 12 angefragten Trainings hat das THW im Jahr 2017 aus eigenen Kräften vier Trainings am THW-Ausbildungszentrum Neuhausen organisiert. Mit dem Support Center kann dieses Engagement nun verstetigt und ausgeweitet werden.

Die 1966 als „Landesschule für den Zivilschutzdienst in Baden-Württemberg“ gegründete und seit 1995 im Dienste der THW stehende Bundesschule hat (zusammen mit der Bundesschule in Hoya / Niedersachsen) die Aufgabe, fortwährend die ca. 80.000 ehrenamtlichen und ca. 1.200 hauptamtlichen THW-Angehörigen für aktuelle und zukünftige nationale, wie internationale Anforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz aus- und fortzubilden.

Der Standort des THW-Ausbildungszentrums Neuhausen besteht aus den Hauptgebäuden mit 8 Lehrsälen, mehreren Besprechungsräumen sowie einem 2.000 m² großen Übungsgelände, der Atemschutzübungsanlage, der Funkwerkstatt und dem technischen Bereich. Durch den Neubau des Gästehauses im Jahre 2015 wurde die Bettenkapazität um 30 auf nunmehr 80 Zimmer erhöht. Außerdem hat die Sprengstoffbehörde des THW ihren Sitz am Standort Neuhausen.