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Pressemitteilung,
15.11.2018

"Der Bevölkerung" Ein Stück Streuobstwiese für Berlin

Foto: M. Wechsler

Im frühen Herbstnebel hat Nils Schmid gemeinsam mit dem Esslinger Landrat Heinz Eininger und der Leiterin des Freilichtmuseums Beuren Steffi Cornelius die Schaufel geschwungen. Mit Erde samt Laub und ein paar Äpfeln haben sie einen Sack für Berlin gefüllt. „Der Bevölkerung“ heißt ein Kunstprojekt von Axel Haacke im Lichthof des Reichstagsgebäudes. Bundestagsabgeordnete können Erde aus ihren Wahlkreisen dorthin bringen und so eine symbolische Verbindung schaffen.

"Mein Wahlkreis ist vielfältig, auch landschaftlich, aber eines verbindet alle seine Teile: Unsere herrlichen Streuobstwiesen", erklärt Schmid, warum er sich ausgerechnet für Beuren entschieden hat. "Außerdem kommen meine Großeltern aus Beuren, die hatten hier selbst ein Stückle. Wie für viele andere - übrigens auch für viele Zugewanderte - sind unsere Streuobstwiesen ein Stück Heimat", so der Sozialdemokrat.Er verwies aber auch darauf, dass die Streuobstlandschaft bedroht sei - aus unterschiedlichen Gründen. Man müsse sie schützen, hegen und pflegen.

Die Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar bilden eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Das Freilichtmuseum Beuren - eines von sieben im Land - liegt inmitten dieses Streuobstparadieses, das zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Reiz hat. Auch und gerade jetzt im Herbst, wenn die Blätter bunt gefärbt sind, der Frühnebel im Tal liegt, während auf den Höhen des Albtraufs bereits die Sonne scheint. So einen Tag hat auch Nils Schmid erwischt, als er die "Heimaterde" in den präparierten Sack füllte, der demnächst nach Berlin kommt.

Landrat Eininger und Museumsleiterin Cornelius freuten sich, dass Schmid als Ort für seine Aktion die Einrichtung des Landkreises ausgewählt hatte. Für Eininger steht sie sinnbildlich dafür, dass die Abgeordneten im fernen Berlin "geerdet" sein müssten. "Man muss sich immer überlegen, für wen man eigentlich Politik macht. Das sind nicht zuletzt die Menschen im Wahlkreis."

Im Anschluss informierte Frau Cornelius über die Arbeit des Museums, das jetzt in die Winterpause geht. Dann ist das Museum zwar bis Ostern 2019 geschlossen, aber hinter den Kulissen wird währenddessen fleißig geplant, organisiert und instand gehalten.